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Nach Hütten-Verbot : Kompromiss: Wald-Kita in Rendsburg schwenkt auf Bauwagen um

„Die Tummetotts“ nehmen das Kompromissangebot des Landes an – auch wenn es teurer wird als die geplante Hütte.

http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/kompromiss-wald-kita-in-rendsburg-schwenkt-auf-bauwagen-um-id16011266.html

Kita-Hütte wird zum Landtagsthema

„Der Bau eines Witterungsschutzes für den Waldkindergarten soll nicht länger an Vorschriften scheitern. Die CDU fordert die Regierung zum Handeln auf.“

http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/kita-huette-wird-zum-landtagsthema-id15964311.html

 

Kommentar von Alev Doğan zu den Schutzhütten von Waldkindergärten

„Es gibt Geschichten, die sind so absurd, dass man nicht einmal eine Glosse über sie schreiben kann […]“

http://www.kn-online.de/Kommentare/KN-Kommentare/Alev-Dogan-zu-den-Schutzhuetten-von-Waldkindergaerten

Waldkindergärten fürchten um ihr Zuhause :

http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Schleswig-Holstein/Nachrichten-Schleswig-Holstein/Waldkindergaerten-fuerchten-um-ihr-Zuhause

Waldkindergarten in Rendsburg
Behörden-Posse um eine Holzhütte für Kinder
:

http://www.shz.de/lokales/landeszeitung/behoerden-posse-um-eine-holzhuette-fuer-kinder-id15927701.html#comments-anchor

Weiterhin kämpfen die Tummetotts für ihre Schutzunterkunft.

 

Kleine Anfrage der Abgeordneten Katja Rathje-Hoffmann (CDU)
und Antwort der Landesregierung – Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung

Schutz von Waldkindergärten in Schleswig-Holstein

Vorbemerkung der Fragestellerin:
Die Zahl der Waldkindergärten in Schleswig-Holstein steigt stetig. In jüngster Vergan-genheit tauchten bei der Einrichtung von diesen Probleme im Zusammenhang mit den Vorgaben der Landesbauordnung und dem Baugesetzbuch auf.

1. Wie viele Waldkindergärten gibt es in Schleswig-Holstein? Wie sind diese auf die Kreise und kreisfreien Städte verteilt? In welchen Kreisen und kreisfreien Städten sind weitere Waldkindergärten geplant?
Antwort:
Laut Rückmeldungen der Heimaufsichtsbehörden gibt es aktuell 196 Natur- und Waldgruppen. Diese verteilen sich wie folgt:
Dithmarschen: 10
Plön: 20
Flensburg: 15
Rendsburg-Eckernförde: 22
Herzogtum-Lauenburg: 16
Schleswig-Flensburg: 8
Kiel: 13
Segeberg: 19
Lübeck: 13
Steinburg: 8
Neumünster: 3
Stormarn: 18
Nordfriesland: 7
Ostholstein 10
Pinneberg: 14

In Flensburg sind weitere vier, in Nordfriesland und Steinburg jeweils zwei Gruppen
und in Kiel, Lübeck, Ostholstein und Rendsburg-Eckernförde jeweils eine weitere
Gruppe geplant.

2. Wie steht die Landesregierung zur Einrichtung von Waldkindergärten?
Antwort:
Das Land befürwortet Wald- und Naturkindergärten. Diese Bildungs-, Betreuungsund
Erlebnisorte haben in Schleswig-Holstein eine lange Tradition – mehr als in anderen
Bundesländern gelten sie mittlerweile als anerkannte Alternative und haben einen
festen Platz in der Kita-Landschaft.

3. Welche Anforderungen muss ein Waldkindergarten in Schleswig-Holstein erfüllen
(bauliche Vorschriften, Umzäunung, Freigelände, Materialien, etc.)?
Antwort:
Neben den allgemeinen gesetzlich festgelegten Mindeststandards für Kindertageseinrichtungen
wie Öffnungszeiten (§ 3 KiTaVO), personelle Anforderungen (§§ 5 ff.
KiTaVO), Bedarfsplan (§ 7 Abs. 2 KiTaG), Wirtschaftlichkeit und Betriebserlaubnis
(§ 45 SGB VIII), gilt es insbesondere, einen ausreichend großen, für das naturpädagogische
Konzept geeigneten (Natur-)Raum mit vielfältigen altersgerechten naturpädagogischen
Möglichkeiten und Reizen zu erschließen. Hierbei ist darauf zu achten,
dass potentielle Gefahrenquellen (überalterter Baumbestand etc.) minimiert und naturschutzrechtliche
Einschränkungen beachtet werden. Zum Schutz vor extremen Witterungsbedingungen
oder plötzlich eintretender Gefährdung kann ein mit den Eltern
abgesprochenes Ausweichquartier oder eine Schutzunterkunft in dem Naturraum zur
Verfügung gestellt bzw. festgelegt werden; zumindest muss ein Sammelpunkt festgelegt
werden. In jedem Fall muss dieser Ort für die Gruppe und auch für
(Rettungs-)Fahrzeuge zugänglich sein, ein Rettungsplan muss erstellt und die Rufnummern
der Eltern müssen mitgeführt werden.
Eine Schutzhütte oder ein Bauwagen, Stellplätze für Kraftfahrzeuge sowie Bolz- und
Kinderspielplätze sind bauliche Anlagen. Bauliche Anlagen unterliegen den üblichen
bauplanungs- und bauordnungsrechtlichen Anforderungen. Das einzelne Vorhaben
muss diesen Anforderungen genügen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen unterscheiden
sich einzelfallbezogen nach Art und Umfang sowie des Standortes des Vorhabens.
Zusätzlich werden waldrechtliche Auflagen des Brandschutzes (u.a. Waldabstandsgebot
gem. § 24 LWaldG) geprüft.

4. Welche praktischen Probleme sind der Landesregierung bei der Genehmigung von
Waldkindergärten in Schleswig-Holstein bekannt?
Antwort:
Im Einzelfall kann standortbezogen oder bauartbedingt im Hinblick auf die rechtlichen
Anforderungen keine Baugenehmigung für bauliche Anlagen erteilt werden.
Problematisch ist, wenn sich das Naturareal im planungsrechtlichen Außenbereich
einer Stadt oder Gemeinde befindet und die Darstellungen des Flächennutzungsplans
entgegenstehen oder Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege beeinträchtigt
werden können.

5. Gibt es Ermessungsspielräume bei der Genehmigung? Ist der Landesregierung
bekannt, dass Kreise oder kreisfreie Städte die Genehmigungsvoraussetzungen unterschiedlich
auslegen?
Antwort:
I.d.R. richtet sich einzelfallbezogen die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit von
Schutzhütten (o.ä.) für Waldkindergärten nach § 35 Abs.2 BauGB. Ist kein Belang
erkennbar beeinträchtigt, kann das Vorhaben unmittelbar durch die untere Bauaufsichtsbehörde
zugelassen werden. Ist ein Belang (wie z.B. Brandschutz, Sicherung
der Erschließung für Not- und Rettungsfahrzeuge, Wald- und Naturschutz etc.) beeinträchtigt,
führt dieses zur Unzulässigkeit des Vorhabens. Ggf. kann die Gemeinde für
einen geeigneten Standort durch eine Bauleitplanung – i.d.R. reicht eine Darstellung
im Flächennutzungsplan – einen Ausgleich der Belange herbeiführen und die Voraussetzungen
für die Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens schaffen.

6. Sieht die Landesregierung Änderungsbedarf in der LBO oder im BauGB, um den
Bau und Bestand von Waldkindergärten nicht zu gefährden?
Antwort:

Nein.

Die Genehmigungspflicht für Sonderbauten in der Landesbauordnung dient der
Sicherheit. Auch die bundesrechtlichen Regelungen gefährden weder Bau noch Bestand
von Waldkindergärten (siehe Antwort zu Frage 5).

 

 

waldkindergarten-die-tummetotts

Liebe Eltern,

mit Freude teilen wir Euch mit, dass unser Waldkindergarten die Tummetotts am Gerhardshain in Rendsburg am 01.November 2016 starten kann.
Der Sozialausschuss der Stadt Rendsburg hat am 12.09.2016 einstimmig unserem Antrag auf Eröffnung des Waldkindergartens im laufendem Jahr stattgegeben.

Heute hat bereits ein Pressetermin mit der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung an unserem Standort am Gerhartshain stattgefunden.

Grundstücksnutzung:
Die Nutzungsrechte an dem Grundstück Forst Gerhardshain wurden bereits durch die Stadt Rendsburg an den Träger Kind und Demokratie e.V. übertragen.

Freie Plätze:
Platzreservierungen für die Betreuung Eurer Kinder im Waldkindergarten die Tummetotts ab dem 01. November 2016 nehmen wir ab sofort entgegen. Solltet Ihr Fragen konzeptioneller oder organisatorischer Natur haben, könnt Ihr sie jederzeit an info@kind-und-demokratie.de richten.

Wir freuen uns auf Euch und einen gemeinsamen Start in das erste Kindergartenjahr der Tummetotts!

Euer
Tummetotts-Team

Konzeption | Natur- und Waldkindergarten „die Tummetotts“

Konzeption | Natur- und Waldkindergarten „die Tummetotts“

EINLEITUNG

Die Persönlichkeit eines Menschen erhält ihr Fundament in der Kindheit. Der Natur- und Waldkindergarten stärkt und stabilisiert in besonderer Weise die kindliche Entwicklung und Gesundheit. Kinder erfahren sich als Teil vom Ganzen. Durch unbegrenzten Raum, vielfältige Bewegungsangebote, Stille und Zeit in der Natur werden Kinder in der Entwicklung ihrer emotionalen Stabilität, ihrer Konzentrationsfähigkeit, ihrer Kreativität und Ausgeglichenheit unterstützt. Die Natur bietet reichhaltige Möglichkeiten zum freien Spiel, selbst kreativ zu sein und Lösungen zu finden. Dies fördert das soziale Lernen in der Gruppe und den wachsamen, fürsorglichen Umgang mit sich, der Gruppe und der Natur.
Vertrauen, Freiheit, Verantwortung und Respekt stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir unterstützen unsere Kinder, selbstbestimmt zu lernen. Dafür ist ein hohes Maß an Respekt und Vertrauen in die Fähigkeiten und Talente jedes Einzelnen notwendig, was eine positive Beziehung zwischen Erwachsenem und Kind als Grundlage voraussetzt.
So verstehen wir uns vielmehr als Bezugs- und Begleitpersonen im Kontext unserer Arbeit und weniger als ErzieherInnen. Denn nur durch die sichere Basis einer positiven Beziehung/Bindung, ist es möglich aus sich selbst heraus zu wachsen und seine Begabungen und Talente zu entfalten, Verantwortung für sein eigenes Handeln zu tragen und sich positiv mit der Welt zu verbinden. Durch ein gleichberechtigtes Miteinander, werden Toleranz und Aufgeschlossenheit zu selbstverständlichen Begleitern des Lebens, wurden diese Erfahrungen in einer vertrauenswürdigen Gemeinschaft erlebt.
Dass eine positive Beziehung, die die Integrität eines jeden Einzelnen schützt, für ein nachhaltig wirksames Entfalten und Lernen wesentlich ist, wird aktuell insbesondere durch Prof. Dr. Gerald Hüther, Prof. Dr. med. Dr. phil. Manfred Spitzer, Jesper Juul, Prof. John Moravec, Prof. Peter Gray und die Vertreter der freien demokratischen Schulen nach dem Sudbury Modell hervorgehoben und in der Öffentlichkeit diskutiert.
So wird bereits ein wissenschaftliches Fundament geboten, aus dem deutlich wird, dass ein Umdenken im  bisherigen Verhältnis zwischen Erwachsenem und Kind notwendig ist.

NATUR UND WALD ALS LEBENSRAUM UND GRUNDLAGE DER NATURPÄDAGOGIK UND PARTIZIPATIVER HANDLUNGSANSÄTZE

„Je mehr Sinne beim Lernen beteiligt sind, desto besser prägt sich einem Kind die neue Erkenntnis ein. Das beste Spielmaterial bietet dabei die Natur. Wenn Kinder zum Beispiel mit Blättern spielen, tun sie das mit mehreren Sinnen gleichzeitig. Sie nehmen den harzigen Geruch wahr, fühlen die Blattadern, unterscheiden verschiedene Farbtöne, verändern die Form des Blattes durch Zerrupfen oder Falten. Kinder lernen also durch unmittelbares Erleben.“
Prof. Dr. Gerald Hüther

Die Vielfalt der Andersartigkeit von Wald- und Naturräumen spiegelt die selbige unseres täglich durch die Gesellschaft geprägten Lebens wider. Durch das Aufzeigen aller Vorteile und aller Schönheit eines durch Diversität geprägten Lebensraumes, bietet eine tägliche Begegnung mit der Natur Kindern eine besondere Möglichkeit der Wertschätzung von Andersartigkeit. So gibt es Waldlichtungen, die als geeignete Pausen- oder Treffpunkte genutzt werden können. Hier gibt es Insekten und Blumen zu bestaunen, wo hingegen Altholzbestände eine ganz andere Vielfalt an Leben beherbergen. Hier halten sich zum Beispiel die meisten Kleinlebewesen (Asseln, Käfer, Ameisen etc.) auf, die mit Lupenbechern genauestens beobachtet werden können. Der biologische Zerfall eines Baumes in seinen verschiedenen Stadien zeigt auch einen wichtigen Bestandteil des Waldlebens auf, den es zu beobachten gilt. Das Jungholz ist wunderbar für stürmischeres Wetter geeignet, da die jungen Bäume noch erheblich elastischer sind und daher keine große Gefahr durch Windbruch besteht. Im Gegensatz zu alternden Bäumen, können hier Wachstum, die Entwicklung eines Kronendachs etc. untersucht werden. Waldschonungen bieten den Kindern einen optimalen Raum um Verstecken zu spielen und den Orientierungssinn zu fördern. Die Partizipation, die als Grundpfeiler einer demokratischen Gesellschaft gesehen werden muss, kann von jedem Kind in der Natur im Sinne eines konstruktiven Einfügens in ein dynamisches und funktionierendes System gelebt und in Begleitung durch Bezugs- und Begleitpersonen auf die eigene Gruppendynamik übertragen werden. Das Lernen, als Lebensinhalt und Lebensgrundlage, wird also zum aktiven Prozess der Eigenverantwortung und Bedeutungserzeugung und bedarf somit keiner Instruktion. Die Aufgabe der in unserer Bildungseinrichtung arbeitender Bezugs- und Begleitpersonen verstehen wir im Erkennen und Schaffen von Ausgangs- und Rahmenbedingungen, die eine individuelle und demokratisch geprägte Entwicklung des Kindes gewährleisten.
Naturräume sind nicht klar abgegrenzt. Natürliche Übergänge, hin zu benachbarten Naturräumen, unterliegen dynamischen, wiederkehrenden Veränderungen und Prozessen, bedingt durch den Einfluss der Jahreszeiten und täglichen Wetterschwankungen. Sie befriedigen die natürliche Neugierde eines Kindes und bleiben dauerhaft spannend und aufregend. Der deduktive Schluss wird beim Kind also täglich zum Ergebnis des eigenen Beobachtens. Jeden Tag konstruiert sich das Kind seine eigene individuelle Welt in der gegebenen Umgebung. Dessen Phantasie formt aus einem Stock ein Telefon, der Baumstumpf wird zum Herd.
Realen Gefahren, die der Aufenthalt in der Natur und damit auch in einem Natur- und Waldkindergarten immer mit sich bringt, können Kinder begegnen und lernen sie einzuschätzen. Die eigene Wahrnehmung dieser Gefahren lässt Kinder immer wieder an ihre Grenzen stoßen, sei es psychisch (Angst vor dem Verlaufen oder Verletzungen) oder physisch (die Kraft reicht nicht mehr aus). Die eigenen Grenzen, die in einem Natur- und Waldkindergarten ausgetestet und wahrgenommen werden können, lassen Kinder Regeln leichter nachvollziehen, die es in jedem Natur- und Waldkindergarten gibt. Auf natürlichem Wege also versteht ein Kind aus dem eigenen Empfinden heraus beispielsweise die Notwendigkeit, immer in Sichtweite eines Erwachsenen zu bleiben, da es seine Gruppe nicht verlieren möchte. „Wir lernen und behalten eigentlich auch nur das, was Sinn ergibt, was wichtig für uns ist und was Bedeutung für uns hat.“ (Schirp, 2006)

ANSCHRIFT / GRUNDSTÜCK

Natur- und Waldkindergarten „die Tummetotts“
Am Gerhardshain | Rendsburg

die-tummetotts-standort

 

kind-und-demokratie-standort_qrDer Waldkindergarten ist am Forst „Gerhardshain“ niedergelassen, der eine Fläche von ca. 20ha aufweist und nach Graf Gerhard dem Großen, der bis vor 675 Jahren in Rendsburg lebte, benannt ist.
„Dieser Wald ist anders“: Beim ersten Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals 1907–1914 wurde mit dem angefallenen Aushub der Untergrund des Misch- und Laubwaldes angelegt, was den morphologischen Kontrast zu seiner nahen Umgebung erklärt. Als Naturschutzgebiet liegt die Besonderheit des Waldes in der Diversität der dort vorkommenden Flora und Fauna. Den Baumhauptbestand bilden hier der Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), die Rotbuche (Fagus sylvatica), die Stieleiche (Quercus robur) und die Roteiche (Quercus rubra). Mit der jüngsten Aufforstungsmaßname und Wiederherstellung der Verkehrssicherheit, erzwungen durch Orkan „Christian“ im Oktober 2013, erhält der Besucher den Einblick in alle Entwicklungsstadien eines Waldes. Die Pionier-, Optimal- und Zerfallsphasen bieten dem gesamten Tierbestand, vom Regenwurm bis zum Wild, Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten. Der Baumbestand ist weitestgehend frei vom Pilzbefall und Nekrosen. Somit befindet sich der Wald in einem allgemein sehr gesundem Zustand. Aufgrund des kleinflächig geschlossenen Blätterdachs und der schwachen Höhendifferenz sind keine Abweichungen des Standortklimas (Mikroklima) innerhalb des Forstes zu erkennen. Durch die hohe Permeabilität des sandigen Bodens und den geringen Grundwassereinfluss ist die Querung des Waldes meist trockenen Fußes möglich. Durch das angelegte Hauptwegenetz (ges. Länge: ca. 1,4km) und zahlreiche Trampelpfade wird der Wald vollständig anthropogen genutzt und ist als Naherholungsgebiet ausgewiesen. Die Kreativität junger Waldbesucher wird angeregt durch angelegte Totholzbauten wie Tipis oder Waldsofas. Des Weiteren wird hier dem Besucher der waldfreundliche Umgang mit bereits vorhandenen, natürlichen  Materialien nahegelegt. Die Verkehrssicherungspflicht obliegt der Stadt Rendsburg (s. Gestattungsvertrag).

ÖFFNUNGS-  UND  SCHLIEßZEITEN

Öffnungszeiten
Der Kindergarten ist täglich von Montag bis Freitag, mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage, Brückentage, Teamtage und der Ferien des Kindergartens geöffnet.

Öffnungszeit:
Kernzeit: 7:30- 12.30 Uhr     Ankommen/ Bringzeit:       7:30 – 9:00 Uhr
Abholzeit:             12:00 – 12:30 Uhr

Schließzeiten
Der Kindergarten ist in der Regel die letzten drei Wochen der Sommerferien und eine Woche während der Osterferien oder Herbstferien, sowie zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen.
Die genauen Ferienzeiten, Brückentage und Teamtage werden jeweils für ein Jahr festgesetzt und rechtzeitig bekannt gegeben.

ANMELDEBEDINGUNGEN

Im Natur- und Waldkindergarten werden Kinder ab dem dritten Lebensjahr aufgenommen. Die Aufnahme erfolgt auf Antrag der Erziehungsberechtigten, jeweils zum 01.08. eines Jahres. Aufnahmen zu anderen Zeiten sind möglich, soweit ein freier Kindergartenplatz vorhanden ist. Nach einem Informationsabend mit allen neuen Eltern oder einer Aufnahmeanfrage werden die Kinder zusammen mit einem Elternteil zu einem Schnuppervormittagen in den Kindergarten eingeladen. Anschließend findet ein Aufnahmegespräch mit den Mitarbeitern statt. Danach erfolgt ggf. die Aufnahme des Kindes mit der Zustimmung der pädagogischen Konferenz und durch eine vertragliche Vereinbarung zwischen den Erziehungsberechtigten und dem Träger des Kindergartens. Ferner, findet für alle Eltern aufgenommener Kinder ein Elternabend in den ersten Wochen nach Beginn des Kitajahres statt.

DAS  PÄDAGOGISCHE  PERSONAL

·    eine weibliche sowie zwei männliche Fachkräfte.
·    Eltern werden nur in akuten Notsituationen als Zweitkräfte eingesetzt
·    Praktikanten und Berufsinteressierte sind in unserem Natur- und Waldkindergarten willkommen.

GRUPPENZUSAMMENSETZUNG

Der Natur- und Waldkindergarten „die Tummetotts“ begleitet eine Elementargruppe von 18 Kindern im Alter von 3 Jahren und 6 Jahren.

SCHUTZRAUM  UND  TREFFPUNKT

Treffpunkt
Die Tummetotts treffen sich zwischen 7:30 und 9:00 Uhr im Gerhardshain an unserer Basisstation.

Notunterkunft
Die Notunterkunft wird aufgesucht, wenn die Sicherheit der Tummetotts im Freien durch die Wetterbedingungen (Sturm, Gewitter, Temperaturen unter -10 Grad Celsius, Schneesturm) nicht mehr gewährleistet werden kann.
Auf diese Weise ist das Verlassen des Naturgebietes auch bei plötzlich eintretender Gefährdung gewährleistet.
Hier bietet uns das „Nordkolleg“ einen Schutzraum an, der fußläufig auch spontan in kürzester Zeit erreichbar ist. Das „Nordkolleg“ steht uns aber nicht nur als Notunterkunft zur Verfügung, sondern bietet uns einen direkten Kooperationspartner. Es lädt uns u.a. zum Apfelfest, Sommerfest und musikalischen Veranstaltungen und hält Garten und Türen täglich für uns geöffnet. (s.a. FÖRDERBEREICHE UND LEITLINIEN DES LANDES SH im vorliegenden Dokument)

Rettungspunkt
Die unverzügliche Alarmierung der Rettungseinsatzkräfte über die Feuerwehr, sowie die Anfahrt und Bergung durch Rettungsfahrzeuge ist hier gesichert.
Ein Notfall- und Rettungsplan, mit einer Anfahrtsskizze und der Bezeichnung des offiziellen Rettungspunktes, ist vom Personal immer bei sich zu tragen sowie an jedes Elternpaar auszuhändigen.
Es steht immer ein Kraftfahrzeug zur Verfügung für schnelle und angemessene Reaktionen bei u.a. Verletzungen.

AUSRÜSTUNG  DER  KINDER

Die Kleidung der Kinder ist sehr wichtig, denn nur wer richtig angezogen ist,  wird draußen Spaß haben und sich bei jedem Wetter wohlfühlen. Die Kleidung sollte robust, zweckmäßig und der Jahreszeit angepasst sein.

Beim warmen Wetter
·    bequeme, dünne, lange Hosen
·    langärmelige Shirts (im Sommer gerne hell, wegen Zecken),
·    festes Schuhwerk
·    Sonnenhut
·    Regenhose

Bei Nässe  
·    wasserfestes Schuhwerk oder Gummistiefel
·    Regenhose
·    Regenjacke
·    Schirmmütze
·    wind- und wetterfeste Jacke

Bei Kälte („Zwiebelschichten-System”, d.h. mehrere Schichten Kleidung übereinander, die je nach Temperaturveränderung ausgezogen werden können)
·    lange Hose
·    Funktionshose
·    Lederhose
·    Leggins
·    feste, wasserdichte Schuhe
·    Schneeanzug, möglichst als Zweiteiler (dadurch ist der Toilettengang für die Kinder leichter zu bewerkstelligen)
·    Rucksack (jedes Kind benötigt einen gutsitzenden, wasserfesten Rucksack mit breiten Riemen, welche vorne zu schließen sind)

Inhalt des Rucksackes:
·    Müllfreies Frühstück gewünscht
·    Obst- bzw. Gemüse (im Sommer bitte kein Obst aufgrund der Wespen)
·    Thermosflasche ohne Glaseinsatz (sämtliche Trinkgefäße sollten keine größere Öffnung haben, damit keine Wespen und andere Insekten hineinfliegen können)
·    Feuchtes Tuch/ feuchter Waschlappen in einer Dose oder Tüte
·    Wechselbekleidung: Unterhose, Strümpfe sowie zwei Gefrierbeutel in Fußgröße (diese zieht man über die Socken, wenn der Schuh und der Fuß einmal nass geworden sind), Leggins
·    Taschentücher
·    Wind- und Wetterbalsam z.B. von Weleda

AUSRÜSTUNG  DER  BEZUGS- UND BEGLEITPERSONEN

Gute und waldtaugliche, der Jahreszeit entsprechende Kleidung und Schuhe sind für das Personal ebenfalls wichtig.

Rettung
·    Isoliertasche für das Handy in den Wintermonaten
·    Notfall- Rufnummerliste
o Eltern
o Ärzte
o Krankenwagen
o Giftzentrale
·    Lageplan, Wegbeschreibung zum Rettungspunkt bzw. Nummer des Rettungspunktes
·    Erste Hilfe
·    Erste- Hilfe- Material
·    zusätzlich wärmeisolierende Decke
2. Erste- Hilfe-Tasche
·    Einmalhandschuhe
·    Händedesinfektionsmittel
·    Verbandbuch mit Stift
·    Zeckenzange (nur für Eltern, die die Entfernung vornehmen wollen oder wenn die Erlaubnis zur Entfernung schriftlich vorliegt)

Sonstiges sowie Inhalte des Ausflugsrucksacks
·    Handy  und Isoliertasche
·    Telefonliste Eltern
·    Erste Hilfe Tasche mit zusätzlich wärmeisolierender Decke
·    Zeckenentfernungsset (Zeckenkarte, Pinzette, kleine Tütchen)
·    Arnica Salbe
·    Feuchttücher
·    Müllsack, verschließbar
·    Windeln/ Handschuhe
·    Ersatzkleidung
·    Desinfektionsmittel
·    Frisches Wasser
·    Ggf. Tarp mit Seilen (Gewebeverstärkte Regenschutzplane mit Ösen zum Aufspannen über dem Frühstücksplatz)
·    Pinzette, Lupe
·    Bestimmungsbücher für Giftpflanzen, Tiere, Spuren, Bäume usw.
·   Material nach Bedarf

UNSER FRÜHSTÜCK

Das Frühstück wird von den Kindern selbst mitgebracht. Ein müllfreies, ausgewogenes und gesundes Frühstück (Brot, Obst, Gemüse, Getränke) ist wünschenswert. Wir empfehlen während der Sommerzeit kein Obst mit in den Kindergaten zu bringen.

DER VORMITTAG BEI DEN TUMMETOTTS

Der Waldkindergarten Die Tummetotts hat von 7.30 – 12.30 Uhr geöffnet. In dieser Zeit können die Kinder maßgeblichen Einfluss auf ihren Tag im Wald nehmen.

So entscheiden sie bereits am frühen Morgen welche Materialien sie mitnehmen wollen. Das können z.B. Seile, ein Buch oder auch Werkzeuge sein.

Um 9.00 Uhr findet ein Vorlesekreis auf einem großen Holzstamm, der sogenannten “Rakete“ statt. Anschließend beteiligen sich alle Kinder und Erwachsenen an der Tagesplanung. Die Beteiligung der Kinder ist freiwillig.

Das Wegenetz der Tummetotts umfasst mehrere Kilometer und viele unterschiedliche Plätze und so kann es vorkommen, dass zwei völlig entgegengesetzte Plätze genannt werden.

Nun obliegt es der kreativen Planung der Begleiter alle unterschiedlichen Ideen und Vorstellungen zu berücksichtigen. Selbstverständlich sind nicht immer alle Vorschläge  an einem Tag zu erfüllen, aber die Woche ist lang und der nächste oder übernächste Tag führt dann meist zu den anderen, genannten Plätzen.

Was passiert hier?

  • Ein tägliches Einüben von demokratischen Gepflogenheiten.
  • Ich sage was ich will und erfahre, dass mein Willen berücksichtigt wird.
  • Ich erfahre, dass mein Willen unter Umständen hinten anstehen muss.
  • Ich lerne die unterschiedlichen Meinungen kennen.
  • Auch der Wunsch eines einzelnen Kindes findet Gehör.

Auf diesem Weg möchten wir erreichen, dass wir alle, Kinder und Begleiter, an der Gestaltung unseres Kindergartens wirkliche Teilhabe erfahren.

Lothar Klein und Herbert Vogt haben bereits in den 1990er Jahren empfohlen die Gedanken der Partizipation und des basisdemokratischen Miteinanders konsequent in Kindertageseinrichtungen in die Tat umzusetzen. Hierbei stützten sie sich auf die basisdemokratischen Ideen des Reformpädagogen Celestin Freinet. Hierzu schrieben sie: „Den Kindern das Wort zu geben, also kindzentriert zu denken und zu handeln, bedeutet (…):

  • In andauernden Veränderungsprozessen
  • mit Kindern gemeinsam
  • auf nur jeweils konkrete Situationen bezogen
  • und individuell zugeschnitten
  • auszuhandeln,
  • wo die Grenzen der Freiheit liegen,
  • und wer wem gegenüber
  • bis wohin verantwortlich ist.“

So erleben wir bei den Tummetotts einen Alltag, indem wir gemeinsam verschieden sein dürfen, jeder das Recht dazu hat sich auf seine Art und Weise zu äußern, gehört zu werden und am Geschehen mitzuwirken. Wir leben also über den demokratischen und partizipativen Gedanken hinaus, automatisch auch nach unseren Möglichkeiten, einen inklusiven Alltag und tragen einen Teil dazu bei, dass jeder Mensch ganz natürlich in die Gesellschaft gehört.

(Quelle: Lothar Klein/Herbert Vogt, Freinet-Pädagogik in Kindertageseinrichtungen, Freiburg/Br.-Basel-Wien 1998, S. 57f.)

Beispiele besonderer Ereignisse im Laufe eines Kindergartenjahres
·    Sommerfest
·    Erntedankfest
·    Laternelaufen
·    Adventsspirale
·    Weihnachtsfeier
Diese Feste feiern wir zusammen mit den Eltern, Freunden, Helfern und Kooperationspartnern des Kindergartens, um ein gemeinschaftliches, sowie partnerschaftliches Verhältnis zu schaffen und zu festigen.
Folgende Feste werden in den pädagogischen Alltag integriert
·    Geburtstage der Kinder
·    Faschingsfest

MATERIALIEN

Der Natur- und Waldkindergarten „die Tummetotts“ ist ein Kindergarten mit Nachhaltigkeit. Wir wählen unsere Materialien umweltbewusst und der Jahreszeit entsprechend aus.
Die Kinder spielen vorwiegend mit den Dingen, welche sie in der Natur finden. Auf diese Weise haben die Kinder die Möglichkeit selbst kreativ zu sein und lernen somit sich auf neue Situationen einzustellen. Werkzeuge wie Säge, Spaten, Hammer und verschiedene Seile sind vorhanden und je nach Bedarf zugänglich.

VERHALTENSREGELN  IN  DER  NATUR

Klare Regeln und Vereinbarungen mit den Kindern begleiten den Alltag im Natur- und Waldkindergarten. Auf diese Weise sollen Gefahren für Kinder und Schädigungen der Natur so gering wie möglich gehalten werden. Ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit ist es die Kinder auf die Risiken im Wald vorzubereiten. Auf diese Weise sollen sie lernen Gefahren zu erkennen, zu beurteilen und die eigenen Fähigkeiten und Leistungsgrenzen einzuschätzen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die natürlichen Besonderheiten in der freien Umgebung nicht als beängstigend für die Kinder dargestellt werden. Die Kinder begreifen die Notwendigkeit überschaubarer Regeln aus der eigenen Erfahrung und Mitbestimmung heraus.

Aufsicht
Die Kinder bleiben immer in Sicht- und Hörweite. Die räumlichen Grenzen müssen mit den Kindern klar abgesprochen werden. Die vereinbarten Aufenthaltsbereiche dürfen nach Absprache mit den Bezugs- und Begleitpersonen verlassen werden.
Der Aufenthalt im gekennzeichneten Bereich der Natur- Wald- und Forstarbeiten ist grundsätzlich nicht erlaubt.

DER  SCHUTZAUFTRAG

Die Kindergärten haben einen Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag, welcher sich nach dem Kindertagesstättengesetz des Landes Schleswig-Holstein richtet. Während unserer Arbeit unterliegen wir, wie auch alle anderen Kindergärten, dem SGB VIII § 8a Schutzauftrag zur Kindeswohlgefährdung. Dem Schutzauftrag nach verpflichten sich die ErzieherInnen, die rechtlich vorgegebenen Handlungsabläufe zu befolgen. Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung, sowie die daraus resultierenden Schritte, sind im folgenden Flussdiagramm abgebildet.

kind-und-demokratie-diagramm-01

 

FÖRDERBEREICHE  UND  LEITLINIEN  DES  LANDES SCHLESWIG-HOLSTEIN

Ein Kind kann gar nicht anders. Es bildet sich immer selbst und zwar aus eigenem Antrieb (intrinsische Motivation). Kinder machen sich selbst ein Bild von ihrer Welt. Wir als Bezugs- und Begleitpersonen achten assistierend auf ein Umfeld, das möglichst vielfältige Sinneswahrnehmungen für die Aufnahme und Verarbeitung von komplexen Eindrücken  ermöglicht. Um unseren Kindern ein vielfältiges Lernangebot in ihrer täglichen Umgebung bieten zu können, stehen wir mit unserem direkten Kooperationspartner dem „Nordkolleg“ in enger Verbindung. Hier dürfen wir mit den Kindern u.a. das Bienenvolk kennen lernen, erleben wie Honig geschleudert wird, den „Hundert-Sorten-Baum“ kennen lernen, über 200 Rosenarten bestaunen, unser Gehör im Klanggarten sensibilisieren und das musikalische Interesse während der öffentlichen Proben bei den Kindern wecken. Der Bücherwald bzw. der Büchertauschbaum bringt den Kindern spielerisch das geschriebene Wort näher.
Durch die vielfältige Umgebung werden Natur und Kultur direkt miteinander verwoben.
Die Integration der Bildungsleitlinien in unserem Natur- und Waldkindergarten  „die Tummetotts“ fördert eine lustvolle und eigenaktive Aneignung der gegebenen Kompetenzen.

Ethik, Religion und Philosophie
·    Phänomene in der Natur und Kultur wahrnehmen und darüber staunen (Ich-Kompetenz)
·    Mit Kindern philosophieren (Soziale Kompetenz)
·    Kommunikation zwischen Erwachsenen und Kindern als gleichwertig erleben (Sachkompetenz)
·    Ein Bewusstsein über eigene Beteiligungsrechte haben und diese nutzen können (Lernmethodische Kompetenz)

Körper, Bewegung und Gesundheit
·    Sich im eigenen Körper wohlfühlen. Lust und Unlust ausdrücken können (Ich-Kompetenz)
·    Körperliche Fertigkeiten von anderen wahrnehmen und andere helfend unterstützen (Soziale Kompetenz)
·    Wissen darüber erlangen, was dem eigenen Körper gut tut und was ihm schadet (Sachkompetenz)
·    Eigene Stärken ausbauen wollen (Lernmethodische Kompetenz)

Kultur, Gesellschaft und Politik
·    Sich zur Familie oder einer Gemeinschaft zugehörig fühlen (Ich-Kompetenz)
·    Die Folgen des eigenen Verhaltens erkennen, Regeln akzeptieren (Soziale Kompetenz)
·    Differenziertes Wahrnehmen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden (Sachkompetenz)
·    Bereit sein von anderen zu lernen (Lernmethodische Kompetenz)

Kommunikation: Sprache, Schriftkultur und Medien
·    Zutrauen in die eigenen sprachlichen Fähigkeiten und deren Erweiterung haben (Ich-Kompetenz)
·    Das Wort ergreifen, zuhören und auf das Gehörte reagieren (Soziale Kompetenz)
·    Experimentelle Nutzung von Zeichen- und Schreibutensilien (Sachkompetenz)
·    Die Bedeutung von Worten und Sätzen erfragen (Lernmethodische Kompetenz)

Bildnerisches Gestalten
·    Die natürliche Umwelt als reiches Feld von Entdeckungen erleben, Fundstücke sammeln und sortieren/ ausstellen (Ich-Kompetenz)
·    Mit anderen gemeinsam etwas herstellen (Soziale Kompetenz)
·    Werkzeuge sachgerecht handhaben können (Sachkompetenz)
·    Eigene Dokumentation anlegen können (Lernmethodische Kompetenz)

Musik und Ästhetik
·    Die eigene Stimme/ Körper auch als Ausdrucksmittel und Klangkörper nutzen; Stille bewusst erleben (Ich-Kompetenz)
·    Sich mitteilen können, wenn es zu laut/zu leise wird (Soziale Kompetenz)
·    Heimische Instrumente kennen lernen und welche aus anderen Kulturen wie bspw. den Dudelsack (Sachkompetenz)
·    Sich bewusst werden, dass gemeinsames Musizieren aufeinander Hören und Absprache bedeutet (Lernmethodische Kompetenz)

Naturwissenschaftliche, Mathematische und technische Grunderfahrungen
·    Freude haben, mit Ausdauer Dinge zu untersuchen (Ich-Kompetenz)
·    Tiere und Pflanzen achten, schützen und pflegen (Soziale Kompetenz)
·    Größen- und Mengenvergleich herstellen in Bezug auf sich selbst (kleiner als – größer als – ebenso groß/klein wie (Sachkompetenz)
·    Erklärungsversuche und deren Prüfung als Quelle neuer Erkenntnisse erleben; Hypothesen bilden und sie prüfen (Lernmethodische Kompetenz)

Dass die Grobmotorik in einem Natur- und Waldkindergarten zu Genüge sehr intensiv gefördert wird, ist nur allzu deutlich. Darüber hinaus bietet die Natur viele Möglichkeiten, in denen sich Kinder ihre Kompetenzen in allen Bildungsbereichen ganzheitlich aneignen können. Dies kann beim Blätter sammeln im Herbst erfolgen oder beim Blumen pflücken, um sie später zu pressen. Auch Tannennadeln werden oft gesammelt und pingelig von allem Anderen getrennt, um sie mit in die gerade zubereitete „Reispfanne“ zu geben. Hier wird gesammelt, sortiert, geordnet, gelernt welche Pflanze giftig ist und nicht gesammelt werden darf oder im Schutzbereich steht und wir sie nur beobachten dürfen etc.
Da Kinder jahreszeitliche Rhythmen und Naturerscheinungen unmittelbar miterleben können, hinterfragen sie die Veränderungen und passen sich ihrem immer neuen Lebensraum an.
Während der Zeit in der Natur werden alle Sinne eingesetzt. Es werden Moose, Hölzer, Gräser, Matsch und Sand befühlt, gerochen wie es nach Regen duftet oder der Sauerampfer geschmeckt. Tiere, Pflanzen, Regen, Schnee und kleine Rinnsale werden beobachtet und belauscht.
Die heutzutage häufig auftretenden Verhaltensauffälligkeiten, wie das hyperkinetische Syndrom, Konzentrationsschwäche und die Tendenz zu aggressivem Verhalten, sind unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass Kinder wenigen natürlichen Grenzerfahrungen ausgesetzt werden. Solche Grenzerfahrungen können beim Klettern auf Bäumen, langen Wanderungen oder bei der Überwindung ein Tier anzufassen erlebt werden.
Außerdem können Kinder im Natur- und Waldkindergarten viele positive Erfahrungen und Erfolgserlebnisse sammeln, indem sie sich ihre Aufgaben selbstaktiv stellen und somit ihre Kompetenzen selbst einzuschätzen lernen. Hierbei wird die Gefahr von Überschätzung oder Unterforderung gesenkt und ein positives Selbstbild mit dem Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten und die eigene Wirksamkeit erlebt.
Stille ist in unserer Zeit zu etwas sehr seltenem geworden. Die Stille einfach zu genießen oder differenzierteste Laute wahrzunehmen ist in der Zeit der Reizüberflutung nur noch wenig möglich. In der Natur ist Stille ein fester Bestandteil des Alltags.
Es ist bedeutsam, dass Kinder ein Verständnis dafür aufbauen, wie sie mit ihrer natürlichen Umwelt verbunden und auch darauf angewiesen sind. Dieses Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Natur lässt sich am besten in der frühen Kindheit aufbauen. Kinder lernen, dass sie das Verpackungsmaterial und ihre Verpflegung immer wieder mit nach Hause nehmen und nicht in der Natur entsorgen, weil Pflanzen sonst nicht mehr wachsen können oder Tiere daran erkranken. Außerdem lernen sie, dass bestimmtes Unkraut wächst, um die Erde wieder zu reinigen, etc.

BEOBACHTUNG UND DOKUMENTATION

Beobachtet und dokumentiert wird bei den Tommetotts nach den Bildungs- und Lerngeschichten nach dem Konzept der neuseeländischen Erziehungswissenschaftlerin Margaret Carr.

Um die Kinder wirksam in ihrer Entwicklung begleiten und unterstützen zu können, bedienen die Begleitpersonen sich dem wichtigen Werkzeug der regelmäßigen und gezielten Beobachtung.

Die grafische Darstellung der Beziehungen der Kinder in der Gemeinschaft zueinander über ein Soziogramm, ist ebenfalls eine Möglichkeit für ein besseres Gruppenverständnis und kann auch für Elternabende gut genutzt werden.

GELEBTE  DEMOKRATIE  UND  PARTIZIPATION

In unserem Natur- und Waldkindergarten „die Tummetotts“ steht die Einrichtungsstruktur in einem ständigen Wandel, da wir auf das Mitdenken, das Mitreden, die Urteilsfähigkeit, den Entscheidungsmut und die Flexibilität gegenüber demokratisch abgestimmten Beschlüssen von unseren Mitarbeitern, Kindern und Eltern achten. So sehen wir die Möglichkeit, Partizipation in einer vertrauenswürdigen Gemeinschaft zu erleben und zu erlernen sowie „[…]Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden“ (Schröder, 1995)
Das bedeutet für die Bezugs- und Begleitpersonen der Kinder, sich immer wieder selbst zu reflektieren sowie die Kommunikations- und Beziehungsebenen zwischen dem Personal, der Elternschaft und den Kindern aufmerksam zu beobachten und die Einrichtung auf die Teilhabe Aller zu überprüfen.
In der Praxis bedeutet dies beispielsweise, dass Ausflugsziele oder externe Aufenthaltsorte, die wir besuchen wollen, demokratisch/ soziokratisch abgestimmt werden und die Kinder sich ihre Beschäftigung je nach Interesse und Leidenschaft selbst wählen. Zudem ist es uns wichtig, dass die Kinder lernen auf die Signale ihres Körpers zu hören, so dass das Angebot für ein gemeinsames Frühstück vorhanden, die Teilnahme aber freiwillig ist. Spiel und Arbeitsmaterialien sind frei zugänglich und notwendige Regeln werden gemeinsam aufgestellt und/oder besprochen.

Den Eltern bieten wir die Möglichkeit, uns in unserem Tagesgeschehen durch Hospitationen zu begleiten.

Die Praxis der demokratischen Teilhabe in unserer Einrichtung orientiert sich an den Grundsätzen der Sudbury Valley School und dem Verständnis eines gleichberechtigten Miteinanders.

AUFNAHME  IN  DEN  NATUR-  UND WALDKINDERGARTEN  „DIE  TUMMETOTTS“

Austausch und Verständnis zwischen Kindergarten und Eltern beginnen bereits vor Aufnahme des Kindes.
Wir bieten für interessierte Eltern und Familien den „Tag der offenen Tür“ und/oder unverbindliche Schnuppertage an. Auf diese Weise haben die Eltern die Möglichkeit den Natur- und Waldkindergarten „die Tummetotts“ sowie dessen pädagogisches Konzept kennen zu lernen. Darüber hinaus können sie der zukünftigen Gruppe begegnen und erste Kontakte knüpfen.

Ablauf der Aufnahme

Anmeldung
Besteht Interesse seitens der Eltern an einem Kindergartenplatz für das eigene Kind, erhalten sie vom Personal einen Anmeldebogen zum Ausfüllen. Ggf. wird die Beitragstabelle mitgegeben. Verfügt der Kindergarten über freie Plätze, vereinbart das Kindergartenpersonal mit den Eltern einen unverbindlichen Schnuppertag.

Unverbindlicher Schnuppertag
An einem unverbindlichen Schnuppertag können sich Eltern, Kind und die Mitarbeiter kennen lernen. Der Schnuppertag kann je nach Interesse und Wunsch verlängert werden. Besteht auch nach dem Schnuppertag weiterhin Interesse an einem Kindergartenplatz, wird ein Termin zum Aufnahmegespräch vereinbart. Die Eltern erhalten mit der Elterninfomappe alle wichtigen Dokumente rund um den Kindergarten und die Aufnahme ihres Kindes. Diese Mappe bringen die Eltern zum Aufnahmegespräch wieder mit.

Das Aufnahmegespräch
Zu Beginn des Aufnahmegesprächs werden alle wichtigen Dokumente für die Neuaufnahme besprochen und gegengezeichnet. Es folgt ein ausführlicher Informationsaustausch rund um Familie und Kind, den Verlauf des bisherigen Lebens, Gewohnheiten, Interessen und Besonderheiten. Anhand dieser Informationen weiß das pädagogische Personal wie es individuell auf das Kind eingehen kann. Außerdem wird der Ablauf der Eingewöhnung ausführlich erläutert und wichtige Fragen der Eltern rund um die Eingewöhnung gemeinsam besprochen.

Die Eingewöhnung
Wir sehen die Eingewöhnungszeit als eine wichtige Grundlage für die optimale Betreuung des Kindes im Kindergarten. Ein großer Ablösungsprozess zwischen Eltern und Kind findet statt, dem große Bedeutung zugemessen werden muss.

Die wichtigste Voraussetzung für eine gute Eingewöhnung ist die Beziehung. Das Kind braucht Zeit und Raum diese Bindung zu einer Bezugs- und Begleitperson aufzubauen. Dieser Zeitraum ist von Kind zu Kind unterschiedlich und sollte nicht beurteilt werden. Wir gehen individuell und situationsbedingt auf Kind und Eltern ein. Während dieser sensiblen Phase sind die Bezugs- und Begleitpersonen im Kindergarten auf das Vertrauen, die Zuverlässigkeit und die Mitarbeit der Eltern angewiesen.

Grundsätze
Ziel der Eingewöhnungsphase ist es, eine gute tragfähige Bindung und Beziehung zwischen dem pädagogischen Personal, dem Kind und den Eltern aufzubauen. Wir möchten auf diese Weise eine Partnerschaft zwischen den pädagogischen Fachkräften und der Familie schaffen, welche durch eine gute Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen gekennzeichnet ist. Das Miteinander zwischen dem Kind und den Bezugs- und Begleitpersonen soll geprägt sein von gegenseitigem Vertrauen, Wertschätzung und Verständnis.

Die Rolle der Eltern
Ein gutes Einvernehmen zwischen pädagogischem Personal und Eltern ist eine wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz der neuen Bezugs- und Begleitpersonen durch das Kind. Eine adäquate Beteiligung der Eltern in der Eingewöhnungszeit ist von großer Bedeutung. Jedes Kind hat seine eigene Art sich an neue Situationen zu gewöhnen, weshalb jede Eingewöhnung individuell und auf das jeweilige Kind angepasst sein muss. Um herauszufinden, was genau das einzelne Kind braucht, ist es notwendig, sich täglich darüber auszutauschen, welche Inhalte der jeweilige Eingewöhnungstag enthalten soll. Eine nicht angemessene Beteiligung der Eltern bedeutet sowohl eine fehlende oder zu kurze als auch eine zu lange Begleitung durch die Eltern.
Die Anwesenheit der Eltern im Kindergarten wird entbehrlich, wenn das Kind zu seiner Bezugs- und Begleitperson eine bindungsähnliche Beziehung aufgebaut hat, es sich wohl fühlt und die Bezugs- und Begleitperson an Stelle der Eltern die Funktion einer „sicheren Basis“ für das Kind übernehmen kann. Das heißt beispielsweise, dass es sich von der Bezugs- und Begleitperson trösten und beruhigen lässt.

Leitfaden
·    Kinder dürfen persönliche Gegenstände von zu Hause mitbringen. Auf diese Weise wird ihnen der Übergang erleichtert
·    Bei Erkrankungen in der Eingewöhnungsphase wird ein neuer Eingewöhnungsstart vereinbart.

ELTERNZUSAMMENARBEIT

Eine vertrauensvolle, offene Zusammenarbeit zwischen Familie und Mitarbeitern des Natur- und Waldkindergartens „die Tummetotts“ ist sehr wichtig und von großer Bedeutung. Es soll eine gute Basis für die pädagogische Arbeit geschaffen werden.
Zu einem guten Verhältnis zwischen Eltern und dem pädagogischen Personal gehört eine grundsätzliche Gesprächsbereitschaft. Ebenso wichtig sind uns ein offener Umgang mit unterschiedlichen Meinungen, der gegenseitige Informationsaustausch und eine gegenseitige Unterstützung in Erziehungs- und Bildungsfragen. Wir als Mitarbeiter des Natur- und Waldkindergartens „die Tummetotts“ möchten dies in beratender Kooperation mit allen Beteiligten in Einklang bringen.
Hierfür bieten wir:
·    Entwicklungsgespräche (einmal pro Kindergartenjahr)
·    Elternabende

Bei Bedarf oder auf Wunsch und Anfrage seitens der Eltern können Elternabende flexibel organisiert werden. Im Rahmen der Elternabende werden Informationen bezüglich des Kindergartens (Feste, Abläufe, Änderungen etc.) ausgetauscht. Aktuelle Themen oder Themen von besonderem Interesse werden aufgegriffen und besprochen.
Eine regelmäßige Teilnahme der Eltern ist erwünscht und wird als sehr wichtig angesehen, da die Elternabende einen entscheidenden Faktor für einen fruchtbaren Austausch zwischen Eltern und MitarbeiterInnen darstellen.

Tür- und Angelgespräche
Es besteht jederzeit für die Eltern die Möglichkeit, die Bezugs- und Begleitpersonen ihrer Kinder anzusprechen, um miteinander in Austausch zu treten oder gegebenenfalls einen Elterngesprächstermin zu vereinbaren.

Elternsprechzeit
Einmal die Woche bieten die MitarbeiterInnen des Kindergartens eine Elternsprechzeit an. In dieser Zeit können Eltern ihre Sorgen, Probleme, Fragen und Wünsche äußern.

Hausbesuche
Zu Beginn des Kindergartenjahres besuchen zwei Bezugs- und Begleitpersonen die neuen „Tummetotts“ in ihrem Zuhause.

Die Kinder erhalten die Möglichkeit etwas von ihrem Zuhause zu zeigen. Auf diese Weise wird ein weiterer Grundstein gelegt, um eine Vertrauensbasis zwischen Kind und seinen neuen Bezugs- und Begleitpersonen aufzubauen. Die Eltern erfahren während des Besuches wie sich ihr Kind im Kindergarten eingewöhnt hat und haben außerdem die Möglichkeit über ihre Erfahrungen oder Wünsche zu sprechen und das Personal in ihrer vertrauten Umgebung kennen zu lernen.

Feste und Feiern
Die Feste feiern wir zusammen mit den Eltern, Freunden, Helfern und Kooperationspartnern des Kindergartens, um ein gemeinschaftliches sowie partnerschaftliches Verhältnis zu schaffen und zu festigen.

ÜBERGANG IN DIE SCHULE

Die verbindliche Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen ist sowohl im Kindertagesstättengesetz (§ 5) als auch im Schulgesetz vorgeschrieben. Wie dies im Interesse der Kinder am besten geschehen kann, ist jedoch für die Kindertagesstätten und Schulen frei gestaltbar.
Wir verstehen das Leben als einen dynamischen Prozess, in dessen Verlauf wir „Übergänge“ erreichen, die uns mit Herausforderungen konfrontieren.
In solchen Übergangssituationen haben die Kinder mit ihren Familien das Recht auf empathische Begleitung. Denn ein wichtiges Kriterium für einen gelungenen Übergang ist das Wohlbefinden.  Es geht um innere Klärung, persönliche Entwicklung und darum, sich mit den neuen Lebensumständen, identifizieren zu können.
Jedes Kind, jede Familie hat bereits eine Vergangenheit, in der Erfahrungen mit Übergängen gesammelt wurden und auf diese Erfahrungen wird zurückgegriffen. Die Gefühle, die aus diesen Erfahrungen resultieren, sind einzigartig und sollten daher beim neuen Übergang vom Kindergarten in die Schule individuell gesehen, respektiert und dementsprechend begleitet werden.
Das Kind mit seiner Familie und seiner individuellen Lebenslage steht im Natur- und Waldkindergarten „die Tummetotts“ stets im Mittelpunkt aller Überlegungen.
Die expliziten Ausarbeitungen, die zur Zusammenarbeit mit den umliegenden Schulen erarbeitet werden, sehen wir daher als einen Rahmen der Orientierung, nicht aber als eine Vorgabe an die es sich dringend zu
halten gilt.

KOMPETENZEN DIE HELFEN, ÜBERGÄNGE ZU BESCHREITEN

Der Wald wächst mit und kennt keine Altersgrenze, ist daher für jedes Alter spannend und bringt Herausforderungen und neue Lernchancen. Somit sehen wir die ganzen drei Jahre der Kindergartenzeit eines jeden Kindes als intensive Vorbereitung auf das Gelingen von Übergängen wie zum Beispiel dem Übergang vom Kindergarten in die Schule. Wir stellen und der Herausforderung, bei jedem einzelnen Kind zu erkennen, welche Voraussetzungen es braucht, um bei ihm Lernfreude und Neugier weiter zu erhalten oder wieder neu zu wecken; dabei hilft uns die Natur. Wir wissen, wie wichtig der Lern- und Erfahrungsraum Natur ist und reagieren von Beginn an auf das Lerninteresse und den Lernwillen des Kindes. Studien zeigen, dass das Spielen in der Natur die Lebenskompetenzen von Kindern stärkt. Das bedeutet, dass gerade das freie Spielen in der Natur Selbstvertrauen, Selbstbehauptung, Selbstkompetenz, Kommunikationsfähigkeit und zwischenmenschliche Beziehungen, Konfliktfähigkeit und Frustrationstoleranz, Widerstand gegenüber Gruppendruck, Umgang mit Gefühlen, wie Stress und Angst, kritisches Denken, Problemlösefähigkeiten sowie Entscheidungs- und Handlungskompetenz fördert. Genau das können die Kinder in ihrer dreijährigen Kindergartenzeit bei uns im Waldkindergarten entwickeln und genau das sind auch die Voraussetzungen, um von einer Fähigkeit zu sprechen, neuen Herausforderungen im Leben kompetent begegnen zu können; in diesem Fall der Schule. Ein kognitiv begabtes Kind muss nicht automatisch bereit für den Übergang in die Schule sein. Denn die Fähigkeiten zum reichhaltigen Spiel, ungebremster Neugierde, sozialer Kompetenz und großes Interesse an der Umwelt, sind wesentlich, um unter anderem den Weg in die Schule zu beschreiten.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen daher, dass Waldkindergärten vor allem in den Bereichen „Motivation-Ausdauer-Konzentration“, „Sozialverhalten“ und „Mitarbeit im Unterricht“, aber auch in musischen, kognitiven und körperlichen Bereichen sehr gut abschneiden (siehe auch die Studie von Peter Häfner, 2002)

Sollten bei einigen Kindern oder Eltern Fragen, Unsicherheiten oder Ängste vor der bevorstehenden Schulzeit bestehen, werden die Begleit- und Bezugspersonen selbstverständlich für Kind und Eltern da sein und nach Möglichkeit helfend zur Seite stehen.

DIE  ZUSAMMENARBEIT  IM  KOLLEGIUM

Eine gute und transparente Zusammenarbeit unter den MitarbeiterInnen ist nicht nur für ein gesundes Betriebsklima von hoher Bedeutung sondern auch für die Kinder, die sehr genau beobachten und spüren, in wie weit ein demokratisches, ausgewogenes Klima im Kindergarten herrscht.
Daher sind ein ressourcenorientierter Umgang mit jedem Einzelnen, gegenseitige Wertschätzung, die Bereitschaft Kritik zu äußern und anzunehmen sowie freundliche und respektvolle Umgangsformen wichtige Bestandteile unserer Zusammenarbeit.
Eine hohe Qualität der Zusammenarbeit im Kollegium entscheidet zudem darüber, welche Rechte auf Partizipation den Kindern tatsächlich eröffnet werden können. Denn dort, wo Kinder das Recht haben mitzubestimmen, sind eine gute Absprache unter den KollegInnen und die gemeinsame Verantwortung für die Kindergemeinschaft Voraussetzung.
Eine klare Aufgabenverteilung sowie eine transparente Organisation sind die Grundpfeiler für ein positives Betriebsklima in dem eine Personal- und Organisationsentwicklung stattfinden kann, die qualitativ hochwertige Arbeit zulässt und eine Bereicherung und Zufriedenheit aller Beteiligten im Kindergarten ermöglicht und fördert.
Wöchentlich setzt sich das pädagogische Personal in einer Konferenz zusammen und arbeitet an pädagogischen und technischen Fragen des Natur- und Waldkindergartenalltags.

DAS  PRAKTIKUM  IM  NATUR-  UND WALDKINDERGARTEN

Der Natur- und Waldkindergarten „die Tummetotts“ stellt Praktikumsplätze für SchülerInnen allgemeinbildender Schulen, SchülerInnen der Berufsfachschulen, SchülerInnen der Fachschulen für Sozialpädagogik und Studenten zur Verfügung.
Eine gute pädagogische Ausbildung erfolgt in Zusammenarbeit zwischen der Fachschule und den pädagogischen Fachkräften des Kindergartens. Wir geben den Praktikanten die Möglichkeit, in der Praxis eigene Erfahrungen und Kenntnisse zu sammeln und sich einzubringen.
Die einzelnen Ausbildungsbereiche und -inhalte werden zwischen Fachschule und dem pädagogischen Personal abgesprochen.
Über die Aufnahme von SchülerpraktikantInnen der allgemeinbildenden Schulen oder PratikatInnen, die ein Praktikum auf privater Basis absolvieren möchten, wird durch das pädagogischen Personal entschieden.
Je nach Möglichkeit sind wir offen für Personen, welche sich für die Arbeit im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres, eines Freiwilligen Ökologischen Jahres oder des Bundesfreiwilligendienstes in unserem Natur- und Waldkindergarten interessieren.

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wir wünschen uns als Natur- und Waldkindergarten mit anderen Bildungseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen in einen Dialog  zu treten.
Die Übernahme von Verantwortung im öffentlichen Raum (zum Beispiel Baumpatenschaften) sowie eine Zusammenarbeit mit Vereinen oder Verbänden aber auch die Kontakte zu Verwaltung und Politik, spielen eine wichtige Rolle für eine gute Sozialraumorientierung.
Der Kindergarten „die Tummetotts“ versteht sich als aktiver Partner im Gemeinwesen und ist bemüht Familien ein niedrigschwelliges Angebot von Bildung, Betreuung, Beratung, Informationen und Hilfen in verschiedenen Lebensphasen zu bieten.
Selbstverständlich bemühen wir uns um die Teilnahme, an „LeiterInnentreffen“ von Einrichtungen in kommunaler und freier Trägerschaft in den angrenzenden Bezirken.
Das Jugendamt, das Gesundheitsamt, Kinderärzte, Kinderzahnärzte, Logopäden und Ergotherapeuten, Beratungsstellen und Grundschulen, sind ebenfalls Einrichtungen, mit denen eine Zusammenarbeit von Bedeutung ist.
Für Interessierte, die mit dem Natur- und Waldkindergarten „die Tummetotts“ in Kontakt treten wollen, haben wir stets ein offenes Ohr und bieten mindestens einmal jährlich einen „Tag der offenen Tür“ an.

WEITERBILDUNG  UND  QUALITÄTSSICHERUNG

In unserem Natur- und Waldkindergarten „die Tummetotts“ legen wir großen Wert auf eine ganzheitliche Erziehung, weshalb unsere Konzeption auf die sozialen, individuellen, kulturellen, integrativen und die ökologischen Aspekte, welche stets dem Wandel der Zeit und der Gesellschaft unterliegen, ausgelegt ist. Wir vertreten den Grundsatz, dass Bildungseinrichtungen die Integration der Kinder fördern sollen, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, ihrem Geschlecht oder ihrer physischen und psychischen Leistungsfähigkeit. Dies geschieht indem sie Unterschiedlichkeit und Vielfalt aufnehmen, anerkennen und wertschätzen. Wir schaffen täglich eine lebendige Beziehung zu Natur und Umwelt und entwickeln auf diese Weise ein Bewusstsein für das Gegenwärtige.
Kinder haben einen Anspruch auf Unterstützung und Begleitung ihrer individuellen Entwicklung. Eltern haben ein Recht auf Beratung und Unterstützung seitens des pädagogischen Personals.
Das pädagogische Personal hat ein Recht auf Unterstützung, Weiterbildung und Begleitung durch den Träger.
Wir möchten den Kindern sowie den Eltern einen hohen Standard an Qualität unserer pädagogischen Arbeit bieten. Außerdem legen wir großen Wert auf ein gut ausgebildetes und zufriedenes Personal.
Wir richten uns, bezüglich der Qualitätssicherung in Kindergärten, nach den Schwerpunkten, welche im KJHG und in den Landesausführungsgesetzen der Länder ausdrücklich genannt und festgehalten sind.

Formen zur Qualitätssicherung

Konzeption
·    Einmal im Jahr wird das pädagogische Konzept durch die Mitarbeiter überarbeitet und den gegenwärtigen und zeitaktuellen Erkenntnissen der Fachliteratur angepasst.

Pädagogisches Personal
·    Das Team hat Anspruch auf Entwicklung von gemeinsamen Zielen, Absprachen und Kooperation durch:
·    Teamsitzungen
·    Gruppeninterne Teambesprechungen
·    Supervision
·    Fortbildungen
·    Interne Fortbildungen
·    Mitarbeitergespräche
·    Teamfeste (Weihnachtsfeiern)

Eltern
Eltern und Mitarbeiter sind Partner in der Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder. Aus diesem Grund ist die Zusammenarbeit der Eltern ein enorm wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit und ist in detaillierter Form in Abschnitt „Elternzusammenarbeit“ auf Seite 24 unserer Konzeption zu finden.

Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit ist auf Seite 40 der vorliegenden Konzeption einzusehen.

BESCHWERDEMANAGEMENT

Anlass von Beschwerden: Mit der Beschwerde äußern Eltern ihre Unzufriedenheit und ihre Sorgen/Bedenken, die aus der Differenz zwischen der erwarteten und der durch unsere Einrichtung erbrachten Leistung hervorgeht. Beschwerden sind als konstruktive Kritik erwünscht. Der Träger und die MitarbeiterInnen begegnen ihnen mit Ernsthaftigkeit und verfolgen gemeinsam mit den betroffenen Personen das Ziel der Beilegung mit Berücksichtigung beitseitiger Interessen.

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TRÄGER  DES  NATUR-  UND  WALDKINDERGARTENS „DIE  TUMMETOTTS“

Träger des Natur- und Waldkindegartens ist der gemeinnützige Verein „Kind und Demokratie e.V.“ dessen Ziele und Organe in der Satzung festgelegt sind.
Der Vorstand vertritt den Verein im Rechtsverkehr und verantwortet die wirtschaftlichen und organisatorischen Belange des Vereins. Er nimmt die laufenden Geschäfte des Vereins wahr. In regelmäßigen und gemeinsamen Sitzungen findet die Koordination und Abstimmung der Aufgaben mit dem Kollegium statt.

Anschrift des Trägers
Kind und Demokratie e.V.
Im Redder 4a, 25782 Tellingstedt

Zweck, Gemeinnützigkeit des Vereins
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Zweck des Vereins ist die Förderung der Erziehung (§ 52 Abs. 2 Nr. 7 AO).
Der Verein setzt sich zur Aufgabe die psychische, körperliche und soziale Gesundheit von Kindern zu fördern. Dabei ist die Tätigkeit des Vereins als Träger, insbesondere durch die Errichtung und den Betrieb von Tages- und Bildungseinrichtungen für Kinder, folgendem naturpädagogischen, an das Sudbury-Konzept angelehntem, Leitbild verpflichtet:
Die Persönlichkeit eines Menschen erhält ihr Fundament in der Kindheit. Der Natur- und Waldkindergarten stärkt und stabilisiert in besonderer Weise die kindliche Entwicklung und Gesundheit. Kinder erfahren sich als Teil vom Ganzen. Durch unbegrenzten Raum, vielfältige Bewegungsangebote, Stille und Zeit in der Natur werden Kinder in der Entwicklung ihrer emotionalen Stabilität, ihrer Konzentrationsfähigkeit, ihrer Kreativität und Ausgeglichenheit unterstützt. Die Natur bietet reichhaltige Möglichkeiten zum freien Spiel, selber kreativ zu sein und Lösungen zu finden. Dies fördert das demokratische Denken, das soziale Lernen in der Gruppe und den wachsamen, fürsorglichen Umgang mit sich, der Gruppe und der Natur.
Die Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes werden durch Mitgliedsbeiträge, Elternbeiträge, freiwillige Zuwendungen sowie Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln aufgebracht.
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins.
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Träger | Kind und Demokratie e.V.

Träger | Kind und Demokratie e.V.

Kind und Demokratie e.V.

Vereinssatzung

Satzung vom 23.01.2016 für den Verein „Kind und Demokratie e.V.“

1 Name und Sitz des Vereins, Geschäftsjahr

  • Der Verein führt den Namen „Kind und Demokratie“. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und führt danach den Zusatz „e.V.“.
  • Der Verein hat seinen Sitz in Tellingstedt.
  • Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
  • Der Verein kann Mitglied in anderen Vereinigungen und Organisationen sein.
  • Eine Anerkennung des Vereins als gemeinnützig und als eine besonders förderwürdige Einrichtung wird angestrebt.

2 Zweck, Gemeinnützigkeit des Vereins

  • Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
  • Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Zweck des Vereins ist die Förderung der Erziehung (§ 52 Abs. 2 Nr. 7 AO).

Der Verein setzt sich zur Aufgabe die psychische, körperliche und soziale Gesundheit von Kindern zu fördern. Dabei ist die Tätigkeit des Vereins als Träger, insbesondere durch die Errichtung und den Betrieb von Tages- und Bildungseinrichtungen für Kinder, folgendem waldpädagogischen, an das Sudbury-Konzept angelehntem, Leitbild verpflichtet:

Die Persönlichkeit eines Menschen erhält ihr Fundament in der Kindheit. Der Waldkindergarten stärkt und stabilisiert in besonderer Weise die kindliche Entwicklung und Gesundheit. Kinder erfahren sich als Teil vom Ganzen. Durch unbegrenzten Raum, vielfältige Bewegungsangebote, Stille und Zeit in der Natur werden Kinder in der Entwicklung ihrer emotionalen Stabilität, ihrer Konzentrationsfähigkeit, ihrer Kreativität und Ausgeglichenheit unterstützt. Die Natur bietet reichhaltige Möglichkeiten zum freien Spiel, selber kreativ zu sein und Lösungen zu finden. Dies fördert das demokratische Denken, das soziale Lernen in der Gruppe und den wachsamen, fürsorglichen Umgang mit sich, der Gruppe und der Natur.

  • Die Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes werden durch Mitgliedsbeiträge, Elternbeiträge, freiwillige Zuwendungen sowie Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln aufgebracht.
  • Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins.
  • Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

3 Erwerb der Mitgliedschaft

  • Mitglied des Vereins kann jede natürliche und juristische Person werden.
  • Die Aufnahme in den Verein ist schriftlich beim Vorstand zu beantragen. Bei Minderjährigen ist der Aufnahmeantrag durch die gesetzlichen Vertreter zu stellen. Der Vorstand entscheidet über den Aufnahmeantrag nach freiem Ermessen. Eine Ablehnung des Antrags muss er gegenüber dem Antragsteller nicht begründen.
  • Die Mitgliedschaft einer juristischen Person kann durch eine besondere Vereinbarung zwischen dieser und dem Verein ergänzt werden. Es kann die Ausübung des Wahl – und Stimmrechts durch einen Vertreter geregelt werden, falls das Recht wahrgenommen werden soll. Über Inhalt und Form der besonderen Vereinbarung entscheidet der Vorstand in einfacher Mehrheit.

4 Beendigung der Mitgliedschaft

  • Die Mitgliedschaft im Verein endet durch Tod (bei juristischen Personen mit deren Erlöschen), Austritt oder Ausschluss.
  • Der Austritt ist schriftlich gegenüber dem Vorstand zu erklären. Die Mitgliedschaft kann drei Monate zum Ende des Geschäftsjahres gekündigt werden.
  • Der Ausschluss eines Mitglieds kann durch den Vorstand beschlossen werden, wenn das Mitglied
    1. die Bestimmungen der Satzung oder die Interessen des Vereins in schwerwiegender Weise verletzt,
    2. vorsätzlich Anordnungen oder Beschlüsse der Vereinsorgane nicht befolgt.
  • Vor der Entscheidung über den Ausschluss hat der Vorstand dem Mitglied Gelegenheit zu geben, sich mündlich oder schriftlich zu äußern. Hierzu ist das Mitglied unter Einhaltung einer Mindestfrist von zehn Tagen schriftlich aufzufordern. Die Entscheidung über den Ausschluss ist schriftlich zu begründen und dem Betroffenen bekannt zu geben. Gegen den Ausschluss steht dem Betroffenen ein Berufungsrecht an die Mitgliederversammlung zu. Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit über die Berufung des Ausgeschlossenen.
  • Die Streichung erfolgt, wenn das Mitglied mit der Zahlung seiner finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Verein trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung im Rückstand ist.
  • Ausgetretene und ausgeschlossene Mitglieder verlieren alle Rechte an dem Verein. Ihre Verbindlichkeiten beim Erlöschen der Mitgliedschaft bleiben bestehen.

5 Rechte und Pflichten der Mitglieder

  • Jedes Mitglied ist berechtigt, an der Willensbildung im Verein durch Ausübung des Antrags-, Diskussions- und Stimmrechtes in den Mitgliedsversammlungen teilzunehmen. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Wahlberechtigt sind alle natürlichen Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.
  • Jedes Mitglied hat die Pflicht, die Interessen des Vereins zu fördern und seine Mitgliedsbeiträge zu leisten.
  • Jede natürliche Person, mit der ein Betreuungsvertrag für den Waldkindergarten besteht, hat außerdem die Verpflichtung soweit es in ihren Kräften steht, das Vereinsleben und den Vereinszweck durch ihre Mitarbeit zu unterstützen.

6 Mitgliedsbeiträge

  • Jedes Mitglied verpflichtet sich in jedem Geschäftsjahr einen Mitgliedsbeitrag zu entrichten.
  • Die Höhe und Fälligkeit der Mitgliedsbeiträge wird von der Mitgliederversammlung festgelegt und ist der Beitragsordnung zu entnehmen.

7 Organe des Vereins

  • Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung.

8 Vorstand

  • Der Gesamtvorstand des Vereins besteht aus dem 1. Vorsitzenden, dem 2. Vorsitzenden sowie einer an den Aufgaben des Vereins orientierten und von der Versammlung zu beschließenden Anzahl von bis zu 6 Beisitzern und Beisitzerinnen.
  • Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Vorstand i.S. des §26 BGB, nämlich den 1. Vorsitzenden und dem 2. Vorsitzenden, und zwar durch jeden allein, vertreten.
  • Die Amtszeit der Vorstandsmitglieder beträgt 2 Jahre. Sie bleiben bis zur Bestellung des neuen Vorstandes im Amt.
  • Der bestehende Vorstand kann in die folgende Amtszeit wiedergewählt werden.
  • Der Vorstand kann eine Vergütung erhalten. Über die Gewährung der Vergütung dem Grunde nach und deren Höhe entscheidet die Mitgliederversammlung.

9 Aufgaben des Vorstands

Dem Gesamtvorstand des Vereins obliegt die Führung seiner Geschäfte. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

  • die Einberufung und Vorbereitung der Mitgliederversammlungen einschließlich der Aufstellung der Tagesordnung
  • die Ausführung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung
  • die Führung der laufenden Geschäfte des Trägers der Einrichtung
  • Ausgestaltung der Betreuungsvereinbarungen
  • Einbezug der Elternvertretung in den Entscheidungsprozess
  • die vorausschauende Planung zur Sicherung des Fortbestandes des Kindergartens
  • die Einhaltung der gesetzlichen Auflagen zur Führung eines Kindergartens
  • die Verwaltung des Vereinsvermögens und die Anfertigung des Jahresberichts
  • der Abschluss und die Kündigung von Arbeitsverträgen
  • die Beschlussfassung über Aufnahme, Streichung und Ausschluss von Mitgliedern

10 Bestellung des Vorstands

  • Die Mitglieder des Vorstands werden von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren einzeln gewählt. Mitglieder des Vorstands können nur Mitglieder des Vereins sein; mit der Mitgliedschaft im Verein endet auch die Mitgliedschaft im Vorstand. Die Wiederwahl oder die vorzeitige Abberufung eines Mitglieds durch die Mitgliederversammlung ist zulässig. Ein Mitglied bleibt nach Ablauf der regulären Amtszeit bis zur Wahl seines Nachfolgers im Amt.
  • Scheidet ein Mitglied vorzeitig aus dem Vorstand aus, so sind die verbleibenden Mitglieder des Vorstands berechtigt, ein Mitglied des Vereins bis zur Wahl des Nachfolgers durch die Mitgliederversammlung in den Vorstand zu wählen.

11 Beratung und Beschlussfassung des Vorstands

  • Der Vorstand tritt nach Bedarf zusammen. Die Sitzungen werden vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung von seinem Stellvertreter, einberufen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Mitglieder anwesend sind. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung die seines Stellvertreters.
  • Die pädagogische Leitung des Kindergartens obliegt dem Fachpersonal. Sie gehört nicht dem Vorstand an, soll allerdings zur Beratung des Vorstands herangezogen werden.
  • Die pädagogische Leitung des Kindergartens wird die Möglichkeit gegeben vor Beratung und Beschlussfassung bei Angelegenheiten und Entscheidungen, die sie unmittelbar oder den täglichen Kindergartenbetrieb betreffen, dem Vorstand gegenüber eine Stellungnahme abzugeben.
  • Die Beschlüsse des Vorstands sind zu protokollieren. Das Protokoll ist vom Protokollführer sowie vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung von seinem Stellvertreter oder einem anderen Mitglied des Vorstands in Textform zu bestätigen.

12 Aufgaben der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist zuständig für die Entscheidungen in folgenden Angelegenheiten:

  • Änderungen der Satzung
  • Beschlussfassung über allgemeine Anträge
  • Beratung des Vorstands durch Meinungsbildung in wichtigen Fragen wie Personalentscheidungen und Investitionen
  • die Festsetzung der Höhe und Fälligkeit der Mitgliedsbeiträge
  • die Festsetzung der Höhe und Fälligkeit der Elternbeiträge
  • die Festsetzung der gültigen Einberufungsform für die Mitgliederversammlung
  • Beschluss über eine Ehrenamtspauschale für den Vorstand
  • die Ernennung von Ehrenmitgliedern
  • die Wahl und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands
  • die Entgegennahme des Jahresberichts und die Entlastung des Vorstands
  • die Auflösung des Vereins

13 Einberufung der Mitgliederversammlung

  • Mindestens einmal im Jahr, möglichst im ersten Quartal des Geschäftsjahres, ist vom Vorstand eine ordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Die Einberufung erfolgt in Textform gemäß § 126b BGB unter Einhaltung einer Frist von 10 Tagen und unter Angabe der Tagesordnung.
  • Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienen Mitglieder beschlussfähig.
  • Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest. Jedes Vereinsmitglied kann bis spätestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich eine Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Über den Antrag entscheidet der Vorstand. Über Anträge zur Tagesordnung, die vom Vorstand nicht aufgenommen wurden oder die erstmals in der Mitgliederversammlung gestellt werden, entscheidet die Mitgliederversammlung mit der Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder; dies gilt nicht für Anträge, die eine Änderung der Satzung, Änderungen der Mitgliedsbeiträge oder die Auflösung des Vereins zum Gegenstand haben.
  • Der Vorstand hat eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn es das Interesse des Vereins erfordert oder wenn mindestens 50% der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe beantragen. Soweit die Umstände dies zulassen, ist eine Ladungsfrist von zwei Wochen einzuhalten und die Tagesordnung mit der Einladung bekannt zu geben.

14 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

  • Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden des Vorstands, bei dessen Verhinderung von seinem Stellvertreter und bei dessen Verhinderung von einem durch die Mitgliederversammlung zu wählenden Versammlungsleiter geleitet.
  • Die Mitgliederversammlung beschließt in offener Abstimmung mit der Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder. Kann bei Wahlen kein Kandidat die Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder auf sich vereinen, ist gewählt, wer die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat; zwischen mehreren Kandidaten ist eine Stichwahl durchzuführen. Beschlüsse über eine Änderung der Satzung bedürfen der Mehrheit von drei Vierteln, der Beschluss über die Änderung des Zwecks oder die Auflösung des Vereins der Zustimmung von neun Zehnteln der anwesenden Mitglieder.
  • Über den Ablauf der Mitgliederversammlung und die gefassten Beschlüsse ist ein Protokoll zu fertigen, das vom Protokollführer und vom Versammlungsleiter schriftlich zu bestätigen ist.

15 Auflösung des Vereins, Beendigung aus anderen Gründen, Wegfall steuerbegünstigter Zwecke

  • Im Falle der Auflösung des Vereins sind der Vorsitzende des Vorstands und sein Stellvertreter gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren, falls die Mitgliederversammlung keine anderen Personen beruft.
  • Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen an den Bundesverband der Freien Alternativschulen e.V. (BFAS e.V.).
  • Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend, wenn dem Verein die Rechtsfähigkeit entzogen wurde.

 

Kind und Demokratie e.V.

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